Die Frage klingt simpel, hat aber mehr Einfluss auf Ihren Alltag, Ihr Budget und sogar Ihren Immobilienwert, als die meisten ahnen: Badewanne bei Sanierung des Badezimmers behalten oder nicht? In diesem Artikel schauen wir auf die wichtigsten Punkte, sodass Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
🔍 Das Wichtigste auf einen Blick:
- Nur ein Bad im Haus? Dann sollten Sie die Wanne behalten, sonst sinkt der Immobilienwert.
- Wanne nur zum Duschen genutzt? Dann kann ein Umbau zur Dusche mehr Platz und Komfort bringen.
- Kinder im Haushalt? Die Badewanne bleibt unverzichtbar.
- Ab Alter 50+ oder eingeschränkte Mobilität? Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, über einen barriereärmeren Umbau nachzudenken.
- Staatliche Förderung möglich? Ja, über das KfW-Programm 455-B bis zu 6.250 Euro Zuschuss.
Die ehrliche Frage zuerst: Wann haben Sie zuletzt gebadet?
Nicht geduscht in der Badewanne. Damit ist gemeint wirklich gebadet.
Laut einer forsa-Studie im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) sind 76 Prozent der deutschen Bäder mit einer Badewanne ausgestattet. Gleichzeitig nutzt sie ein Großteil der Bewohner im Alltag kaum noch. Wer morgens hetzen muss, dreht die Dusche auf. Die Wanne steht da, nimmt wertvollen Platz weg und wird vielleicht zweimal im Jahr befüllt.
Kennen Sie das? Dann lohnt es sich, die Entscheidung bewusst zu treffen statt sie einfach zu vertagen.
Sie benötigen weitere Hilfe bei der Entscheidungsfindung? Kontaktieren Sie uns, handwerksempfehlung.de hilft Ihnen dabei, indem wir den besten Fachbetrieb in Ihrer Region vermittelt, der Sie bei der Entscheidung zur Seite steht und die Umbaumaßnahme durchführt.
5 Gründe, die Wanne zu behalten

Hinweis: Bild wurde mit KI erstellt
🛁 1. Einziges Bad im Haus
Wer in einem Haus oder einer Wohnung mit nur einem Badezimmer die Badewanne entfernt, riskiert einen spürbaren Wertverlust der Immobilie. Makler und Gutachter fragen bei der Wertermittlung gezielt danach. Das Fehlen der Wanne im einzigen Bad kann zu Bewertungsabschlägen und geringerem Kaufinteresse führen.
👨👩👧 2. Kinder unter 10 Jahren im Haushalt
Kleinkinder lassen sich in der Dusche kaum sicher und bequem waschen. Die Badewanne ist für Familien mit kleinen Kindern die deutlich praktischere und sicherere Lösung. Wer heute Kinder im Haushalt hat, sollte die Entscheidung zum Umbau und Entfernen der Badewanne auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
🧘 3. Baden als echtes Ritual
Wer regelmäßig badet, um abzuschalten, Muskeln zu entspannen oder einfach zu genießen, hat einen handfesten Grund, die Wanne zu behalten. Lebensqualität lässt sich nicht in Quadratmetern aufwiegen. Wer seine Badewanne wirklich nutzt, sollte sie nicht leichtfertig aufgeben.
🐕 4. Praktischer Alltagsnutzen
Die Badewanne erfüllt im Alltag Aufgaben, die eine Dusche nicht leisten kann: Hunde waschen, große Gegenstände reinigen, Kinderschuhe einweichen. Wer auf diese Nutzung regelmäßig angewiesen ist, wird die Wanne nach einem Umbau schnell vermissen.
🔑 5. Mietwohnung: Rückbaupflicht beachten
Mieter brauchen für den Umbau zwingend die schriftliche Genehmigung des Vermieters. Liegt diese vor, kann trotzdem eine Rückbaupflicht beim Auszug vereinbart werden. Wer die Wanne auf eigene Kosten entfernt und später wieder einbauen muss, zahlt am Ende doppelt.
5 Gründe, die Wanne rauszugeben

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🚿 1. Sie duschen ausschließlich
Hand aufs Herz: Wenn die Wanne die letzten zwölf Monate kein einziges Mal gefüllt wurde, bindet sie Platz, Putzaufwand und Energie, ohne einen Gegenwert zu liefern. Eine großzügige Dusche gibt dem Bad ein völlig neues Raumgefühl.
💧 2. Wasser und Energie sparen
Ein Vollbad verbraucht 150 bis 180 Liter Warmwasser. Ein fünfminütiger Duschgang kommt mit 60 Litern aus, also weniger als der Hälfte. Mit einem sparsamen Duschkopf (unter 9 Liter pro Minute) lässt sich noch deutlich mehr einsparen. Das Das bayrische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz rechnet vor, dass sich mit einem Sparduschkopf bis zu 250 Euro pro Person und Jahr an Warmwasserkosten einsparen lassen. Eine wichtige Einschränkung: Wer länger als zehn Minuten duscht, verbraucht mehr Wasser als beim Baden. Die Dusche spart nur dann wirklich Wasser, wenn die aktive Duschzeit kurz bleibt.
🦽 3. Barrierefreiheit wird wichtiger
Der Wannenrand liegt bei den meisten Modellen 55 bis 60 Zentimeter hoch. Mit zunehmendem Alter oder bei Einschränkungen wird das Ein- und Aussteigen zur täglichen Herausforderung, und zum Sturzrisiko. Eine bodengleiche oder ebenerdige Dusche macht das Badezimmer sicherer und komfortabler. Wer diesen Umbau jetzt vorausschauend plant, lebt in zehn Jahren entspannter.
💶 4. KfW-Förderung nutzen
Der Umbau von der Wanne zur Dusche ist beim KfW-Programm 455-B förderfähig. Der Investitionszuschuss beträgt 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 Euro bei Einzelmaßnahmen oder bis zu 6.250 Euro beim Förderstandard "Altersgerechtes Haus". Das Programm wurde im April 2026 nach einer Aussetzung wieder geöffnet, das verfügbare Budget ist jedoch begrenzt. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.
📎 Alle aktuellen Konditionen finden Sie direkt bei der KfW unter Programm 455-B:
🏠 5. Mehr nutzbarer Raum
Eine Standardbadewanne belegt etwa 1,70 mal 0,75 Meter Grundfläche. Eine Duschkabine kommt oft mit 0,90 mal 0,90 Meter aus. Wer die Wanne entfernt, gewinnt dadurch knapp einen halben Quadratmeter nutzbaren Raum. In kleinen Badezimmern bedeutet das spürbar mehr Bewegungsfreiheit im Alltag.
Der Umbau Ihres Badezimmers ist bereits in vollem Gange und sie fragen sich wie der Ablauf aussieht? Im Artikel Reihenfolge bei Badsanierung: Ablauf & Planung im Detail klären wir Vorgehensweise.
Die dritte Option: Zwischenlösungen, die oft unterschätzt werden
Nicht jede Entscheidung muss ein Entweder-oder sein. Es gibt verschiedene Zwischenlösungen:
| Lösung | Geeignet für | Vorteil |
|---|---|---|
| Wanne mit Einstiegstür | Ältere, eingeschränkte Mobilität | Einstiegshöhe sinkt auf unter 20 cm, Baden bleibt möglich |
| Duschaufsatz über der Wanne | Kleine Bäder, Mieter | Günstig, kein Umbau nötig |
| Wannenbeschichtung | Optisch abgenutzte, aber intakte Wanne | Neues Aussehen ohne Austausch, hält 5 bis 10 Jahre |
| Wanne + Dusche kombinieren | Großes Bad, Familie | Maximale Flexibilität |

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Sie sind sich unschlüssig, ob Sie nur Badewanne durch Dusche tauschen wollen oder noch weitere Änderungen im Badezimmer vornehmen wollen? Im Artikel Komplettbadsanierung vs Teilsanierung? Was lohnt sich wann? erfahren Sie wann welche Maßnahmen sinnvoll sind.
Schnell-Checkliste Badewanne behalten oder nicht: Was trifft auf Sie zu?
Behalten Sie die Wanne, wenn...
-
Es das einzige Bad in Ihrer Wohnung ist
-
Kinder unter 10 Jahren im Haushalt leben
-
Sie wirklich regelmäßig baden
-
Ein Verkauf der Immobilie in den nächsten Jahren denkbar ist
-
Sie Mieter sind und der Vermieter keine Genehmigung erteilt,
Denken Sie über einen Umbau nach, wenn...
-
Sie die Wanne seit Monaten nicht genutzt haben
-
Das Einsteigen zunehmend schwerer fällt
-
Sie im einzigen Bad deutlich mehr Platz möchten
-
Ein zweites Bad im Haus vorhanden ist
-
Sie Energie- und Wasserkosten dauerhaft senken wollen
Fazit: Es gibt keine universell richtige Antwort
Die Badewanne ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, aber auch keine Pflicht. Wer sie täglich benutzt, Kinder hat oder die Immobilie langfristig im Wert erhalten möchte, fährt mit der Wanne gut. Wer den freien Platz, die barrierefreie Dusche oder einfach weniger Putzaufwand bevorzugt und wirklich nie badet, für den kann der Umbau genau die richtige Entscheidung sein.
Die klügste Herangehensweise: Nicht spontan entscheiden, sondern einen Fachbetrieb zur Beratung hinzuziehen. Denn ein gut geplanter Badumbau, ob mit oder ohne Wanne, macht sich im Alltag und im Wert der Immobilie bemerkbar.
Sie möchten mit der Planung des Umbaus starten? Kontaktieren Sie uns, handwerksempfehlung.de vermittelt den passenden Fachbetrieb in Ihrer Region, der Sie bei der Planung unterstützt und die Durchführung übernimmt.
Sie möchten ihr Bad sanieren und stehen vor der Frage, ob sie Ihre alten Fliesen entfernen sollen? Werfen Sie auch einen Blick in unseren Artikel Badsanierung - Fliesen entfernen oder nicht?
Häufig gestellte Fragen
Verliert meine Wohnung an Wert, wenn ich die Badewanne entferne?
Das Entfernen der Badewanne kann den Immobilienwert senken, wenn es sich um das einzige Badezimmer handelt. Makler berichten von Bewertungsabschlägen und geringerem Kaufinteresse in solchen Fällen. Bei Immobilien mit mehreren Bädern fällt die Auswirkung deutlich geringer aus.
Wie viel kostet ein Umbau von Wanne zu Dusche?
Der Umbau von der Badewanne zur Dusche kostet je nach Aufwand zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Ein einfacher Schnellumbau ohne Fliesenarbeiten ist günstiger, ein vollständiger Umbau mit bodengleicher Dusche teurer. Über das KfW-Programm 455-B lässt sich der Eigenanteil erheblich reduzieren.
Kann ich in einer Mietwohnung die Badewanne gegen eine Dusche tauschen?
Der Umbau von Badewanne zu Dusche in einer Mietwohnung ist möglich, setzt aber die ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Vermieters voraus. Ohne die Zustimmung des Vermieters droht eine Abmahnung. Zusätzlich kann der Vermieter einen Rückbau beim Auszug aus der Wohnung verlangen.
Wie lange dauert ein Umbau von der Wanne zur Dusche?
Ein Schnellumbau von der Badewanne zur Dusche ist bei günstigen baulichen Voraussetzungen oft innerhalb eines Tages abgeschlossen. Sind Fliesenarbeiten oder neue Leitungen nötig, verlängert sich die Bauzeit auf zwei bis drei Tage. Das Bad ist damit nur kurz gesperrt und schnell wieder nutzbar.
Gibt es staatliche Förderung für den Umbau von Wanne auf Dusche?
Der Umbau von der Badewanne zur barrierearmen Dusche wird über das KfW-Programm 455-B mit einem Investitionszuschuss von 10 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert, aber maximal 2.500 Euro. Bei vorhandenem Pflegegrad sind zusätzlich bis zu 4.180 Euro über die Pflegekasse möglich.
