Wärmepumpe: Kosten, Förderung, Planung & allgemeine Informationen

Kosteneffizent & unabhängig Heizen.
Ihre geförderte Wärmepumpe.

Ob eine Wärmepumpe zu einem Haus passt, entscheidet sich nicht am Baujahr, sondern an Heizlast, Vorlauftemperatur und sauberer Planung. Dieser Ratgeber erklärt Technik, Kosten, Förderung und Ablauf mit Wissen aus dem Fachhandwerk.

Der Wärmepumpen-Check ist kostenfrei. Ihr Ergebnis wird sofort angezeigt.

Wärmepumpe: Kosten, Förderung, Planung & allgemeine Informationen

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Wärmepumpe - Kosten, Funktionsweise & Förderung im Überblick

Inhaltsverzeichnis -
Wärmepumpe auf einen Blick

01 - Funktionsweise von Wärmepumpen: Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt kostenlos Wärme und nutzt diese zum Heizen des Gebäudes.

02 - Welche Arten von Wärmepumpen gibt es? Die gängigste Variante ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe.

03 - Kostenloser Wärmepumpen-Check: Prüfen Sie in wenigen Schritten, ob eine Wärmepumpe zu Ihrem Gebäude passt

04 – Wärmepumpen-Kosten: Je nach Wärmepumpen-Art liegen die Gesamtkosten für Anschaffung und Installation meist zwischen 25.000 und 50.000 Euro vor Förderung.

05 - Förderung von Wärmepumpen inkl. Förder-Rechner: Der Einbau einer Wärmepumpe wird staatlich bis zu 70% gefördert.

06 - Vorteile & Nachteile einer Wärmepumpe: Wärmepumpen bieten niedrige Betriebskosten, hohe Effizienz und Unabhängigkeit, erfordern jedoch eine Anfangsinvestition.

07 - Wärmepumpe im Altbau: Auch Bestandsgebäude können effizient mit einer Wärmepumpe beheizt werden.

08 - Planung & Einbau: Die Heizlast bestimmt, welche Wärmepumpe in welcher Dimension benötigt wird.

09 - Wartung & Kundendienst: Wärmepumpen sollten alle ein bis zwei Jahre gewartet werden.

10 - Häufig gestellte Fragen: Praxiswissen zu JAZ, Lebensdauer, Aufstellort, Heizstab, Minusgraden und Dimensionierung.

Autor: Lukas Fischer

Das Fachwissen in diesem Artikel basiert unter anderem auf einem Interview mit Wärmepumpen-Experte Philipp Peters

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Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Umweltenergie nutzen &
unabhängig Heizen

Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das Wärme aus der Umgebung nutzt, um Gebäude zu beheizen und Warmwasser bereitzustellen. Als Wärmequellen dienen je nach System die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser.

Ein Kältemittel transportiert diese Energie anschließend in einem geschlossenen Kreislauf und macht sie für Heizung und Warmwasser nutzbar. Für den Betrieb benötigt die Wärmepumpe Strom.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Infografik von Handwerksempfehlung

1. Verdampfen:
Im Verdampfer nimmt das zunächst flüssige Kältemittel Wärme aus der jeweiligen Wärmequelle auf. Da das Kältemittel bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft, funktioniert dieser Vorgang auch dann, wenn es draußen kalt ist. Durch die aufgenommene Umweltwärme wechselt das Kältemittel vom flüssigen in den gasförmigen Zustand.

2. Verdichten:
Das gasförmige Kältemittel gelangt anschließend zum elektrisch betriebenen Verdichter. Dieser komprimiert den Kältemitteldampf und erhöht dadurch dessen Druck. Mit steigendem Druck steigt auch die Temperatur deutlich an – aus der aufgenommenen Umweltwärme wird so Wärme auf einem für das Heizsystem nutzbaren Temperaturniveau.

3. Verflüssigen:
Das heiße Kältemittel strömt zum Verflüssiger und gibt dort seine Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser ab. Die Energie kann nun für die Raumheizung oder Warmwasserbereitung genutzt werden. Durch die Wärmeabgabe kühlt das Kältemittel ab und wird wieder flüssig.

4. Entspannen:
Das flüssige Kältemittel durchläuft anschließend ein Expansionsventil. Dabei werden Druck und Temperatur wieder abgesenkt, sodass das Kältemittel erneut Wärme aus der Umwelt aufnehmen kann. Der Kreislauf beginnt von vorne und wiederholt sich kontinuierlich.

Quellen für diesen Abschnitt: Viessmann & Welt der Physik

Wärmepumpen-Arten im Überblick

Welche Wärmepumpe
passt zu Ihrem Haus?

Handwerksempfehlung - Infografik für Wärmepumpen Arten

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wärmequelle: Luft

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gewinnt Wärme aus der Außenluft und überträgt sie auf das wassergeführte Heizsystem. Sie lässt sich vergleichsweise einfach installieren und eignet sich besonders für die Nachrüstung.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Wärmequelle: Grundwasser

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt die im Grundwasser gespeicherte Energie zum Heizen. Die konstanten Temperaturen ermöglichen einen effizienten Betrieb, erfordern jedoch geeignete Grundwasserverhältnisse.

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde

Wärmequelle: Erdreich

Bei einer Erdsonde wird die Wärme über eine Tiefenbohrung aus dem Erdreich gewonnen. Die ganzjährig relativ konstanten Temperaturen ermöglichen einen besonders effizienten Wärmepumpenbetrieb.

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektor

Wärmequelle: Erdreich

Erdkollektoren entziehen dem Boden über horizontal verlegte Leitungen Wärme. Sie benötigen keine Tiefenbohrung, dafür jedoch eine ausreichend große und geeignete Grundstücksfläche.

Zusammenfassung der
Wärmepumpen-Arten

System Aufstellung Stärken Zu beachten
Luft-Wasser
Häufigste Variante
Außen, bei einzelnen Herstellern auch innen Günstigste Anschaffung, keine Genehmigung, schnelle Installation Schallschutz, Mindestabstände, etwas höhere Stromkosten
Sole-Wasser Innen Sehr effizient, leise, langlebig, gut zum Kühlen geeignet Kosten für Bohrung oder Kollektor, Fläche über dem Kollektor bleibt unversiegelt
Wasser-Wasser Innen Höchste Effizienz, konstante Quellentemperatur Zwei Bohrungen, wasserrechtliche Genehmigung, Standortabhängigkeit
Luft-Luft Innen- und Außengerät Kein Rohrnetz nötig, kühlt im Sommer Reine Luftheizung, Geräusch im Raum, keine Warmwasserbereitung
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist mit einem Marktanteil von über 90 Prozent die mit Abstand am häufigsten eingebaute Variante.
Philipp Peters, Wärmepumpen-Experte und Geschäftsführer von Peters Heiztechnik
Aus der Praxis
„In Trinkwasserschutzgebieten ist an den meisten Standorten überhaupt nichts mit Tiefenbohrung oder Grundwasser möglich. Das muss wirklich von Standort zu Standort geprüft werden.“
Philipp Peters | Wärmepumpen-Experte aus unserem Netzwerk im Interview mit handwerksempfehlung.de zur Frage, warum die Luft-Wasser-Wärmepumpe in vielen Regionen das einzige realistische System bleibt.

Kommt eine Wärmepumpe für Sie in Frage?

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Ist Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet?

Beantworten Sie 6 kurze Fragen und erhalten Sie direkt eine erste Einschätzung für Ihr Gebäude. Das Ergebnis wird sofort angezeigt

Frage 1 von 6 17 %

Um welches Gebäude handelt es sich?

Wählen Sie den Gebäudetyp aus, für den Sie eine Wärmepumpe prüfen möchten.

Wann wurde Ihr Haus gebaut?

Das Baujahr gibt uns einen ersten Hinweis auf die energetische Ausgangssituation.

Was wurde bereits energetisch modernisiert?

Mehrfachauswahl möglich. Wählen Sie alles aus, was auf Ihr Haus zutrifft.

Wie wird die Wärme aktuell verteilt?

Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung für eine Wärmepumpe.

Gut zu wissen

Auch bestehende Heizkörper schließen eine Wärmepumpe nicht aus. Entscheidend sind unter anderem Heizleistung, benötigte Vorlauftemperatur und die richtige Auslegung des Gesamtsystems.

Welche Heizung nutzen Sie aktuell?

Damit können wir Ihre Ausgangssituation besser einschätzen.

Wie groß ist die beheizte Wohnfläche?

Eine ungefähre Angabe reicht für diese erste Einschätzung aus.

Ersteinschätzung

Ihre Auswertung

Ihre Angaben
Gebäude
Baujahr
Modernisierung
Heizflächen
Aktuelle Heizung
Wohnfläche
Darauf kommt es jetzt an
Die endgültige Wärmepumpe sollte anhand des tatsächlichen Wärmebedarfs dimensioniert werden.
Die vorhandenen Heizflächen und benötigten Vorlauftemperaturen sollten geprüft werden.
Der energetische Zustand des Gebäudes fließt in die Planung ein.
Ein hydraulischer Abgleich unterstützt den effizienten Betrieb des Heizsystems.
Nächster Schritt

Wärmepumpe individuell prüfen lassen

Die Ersteinschätzung ersetzt keine fachgerechte Planung oder Vor-Ort-Prüfung. Unser regionaler Fachbetrieb prüft, welche Wärmepumpe zu Ihrem Gebäude passt und welche Förderung für Ihr Vorhaben infrage kommt.

Unverbindlich anfragen

Nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf und erzählen uns von Ihrem Anliegen.
Wir vermitteln Sie kostenfrei an unseren Partnerbetrieb aus Ihrer Region.

Wärmepumpe Kosten - Was kostet eine Wärmepumpe?

Mit diesen Kosten
müssen Sie rechnen

Kosten Luft-Wasser-Wärmepumpe

ca. 25.000–40.000 €

Meist die günstigste Lösung, da keine Bohrungen oder großflächigen Erdarbeiten zur Erschließung der Wärmequelle erforderlich sind.

Kosten Wasser-Wasser-Wärmepumpe

ca. 30.000–50.000 €

Die Erschließung des Grundwassers mit Förder- und Schluckbrunnen erhöht die Investitionskosten gegenüber einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Kosten Erdwärmepumpe mit Erdsonde

ca. 30.000–50.000 €

Die erforderliche Tiefenbohrung macht die Erschließung aufwendiger. Tiefe und Bodenbeschaffenheit beeinflussen die tatsächlichen Kosten.

Kosten Erdwärmepumpe mit Erdkollektor

ca. 25.000–40.000 €

Erdkollektoren kommen ohne Tiefenbohrung aus, benötigen dafür jedoch ausreichend Grundstücksfläche und entsprechende Erdarbeiten.

Wichtig: Die Preise sind Orientierungswerte für ein Einfamilienhaus vor Förderung. Gebäude, Leistung, Wärmequelle, Installationsaufwand und notwendige Zusatzarbeiten können die tatsächlichen Kosten deutlich verändern.

Wärmepumpen Förderung und Beratung vom Fachbetrieb

Kosteneffizent & unabhängig Heizen.
Bis zu 80% Förderung erhalten!

Der Einbau einer Wärmepumpe wird aktuell mit 30 % Grundförderung unterstützt. Je nach bestehender Heizung, Eigennutzung und Haushaltseinkommen sind zusätzliche Boni und insgesamt bis zu 70 % Förderung möglich. Unsere Partner stellen mit Ihnen die Anträge und unterstützen Sie bei den Formalitäten.

Unser Service ist für Sie kostenfrei. Wir stellen sicher, dass Sie garantiert und zeitnah eine Antwort erhalten.

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Wärmepumpe Förderung - Rechner (kostenfrei)

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Förderung Sie erhalten würden!

Gemeint ist das zu versteuernde Einkommen, nicht das Bruttoeinkommen.
Voraussichtliche Förderung
Noch keine Berechnung
Fördersatz: 0 %
Grundförderung 30 %
Klimageschwindigkeitsbonus 0 %
Einkommensbonus 0 %
Förderfähige Kosten:
Stand: August 2026. Der Rechner bietet eine unverbindliche Orientierung zur KfW-Heizungsförderung für bestehende Einfamilienhäuser. Die tatsächliche Förderfähigkeit und Förderhöhe werden im Rahmen des Förderantrags geprüft. Quelle: KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen, Zuschuss 458 .
Wärmepumpen-Förderungsberatung erhalten

Foto: Detailaufnahme einer außen aufgestellten Wärmepumpe auf einer stilvollen Metall-Bodenkonsole.

Unterstützung bei der Förderung für Ihre Heizung

Förderungen clever nutzen
ohne Stress & Bürokratie

Für den Einbau einer Wärmepumpe stehen attraktive staatliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung, mit denen sich die Investitionskosten deutlich reduzieren lassen.

In Zusammenarbeit mit unseren Partnerbetrieben unterstützen wir Sie dabei, die passende Förderung für Ihr Vorhaben zu prüfen und die notwendigen Schritte richtig vorzubereiten.

Ihre Anfrage ist kostenfrei und unverbindlich. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) bei Ihnen und klären bereits vorab wichtige Details. Auf diese Weise erreicht Ihre Anfrage unseren Partnerbetrieb direkt mit allen nötigen Informationen für eine zügige Weiterverarbeitung.

Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe

Langfristig Kosten sparen
vs. hohe Anfangsinvestition

Effizient heizen und langfristig Kosten sparen.
Auch für ältere Gebäude lohnt sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe häufig.

Vorteile einer Wärmepumpe

Nachteile einer Wärmepumpe

Hohe Effizienz: Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen rund vier Kilowattstunden Wärme. In der Sanierung werden Jahresarbeitszahlen von 3,8 bis 4,2 erreicht.

Höhere Anschaffungskosten: Für eine komplette Anlage werden im Einfamilienhaus rund 35.000 Euro angesetzt, ein Gasbrennwertgerät liegt bei etwa 15.500 Euro.

Niedrige Energiekosten: Gegenüber einer neuen Gasheizung ergibt sich im Musterhaus eine Ersparnis von rund 1.000 Euro pro Jahr, und zwar ab dem ersten Betriebstag.

Abhängigkeit vom Strompreis: Die Wirtschaftlichkeit steht und fällt mit dem Strompreis und der erreichten Jahresarbeitszahl. Eine schlechte Auslegung schlägt direkt auf die Rechnung durch.

Hohe Förderung: Bis zu 70 Prozent Zuschuss auf maximal 30.000 Euro anrechenbare Kosten. Der in der Praxis häufigste Fall liegt bei 55 Prozent.

Planungsaufwand: Heizlastberechnung, Auslegung und hydraulischer Abgleich sind Pflicht. Eine Wärmepumpe wird geplant, nicht einfach ausgetauscht.

Nebenkosten entfallen: Kein Schornsteinfeger, keine Gaszählergebühr, keine Netzentgelte im Gasnetz. Zusammen rund 340 Euro pro Jahr, zuzüglich CO2-Preis.

Teure Reparaturen: Fällt ein großes Bauteil wie Verdichter oder Verdampfer aus, liegen die Kosten schnell im Bereich von 3.000 bis 5.000 Euro.

Auch mit Heizkörpern möglich: Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung. Rund die Hälfte aller neuen Anlagen entsteht heute im Bestand.

Grenzen im unsanierten Bestand: Bei sehr hoher Heizlast und deutlich unterdimensionierten Heizflächen steigen Vorlauftemperatur und Stromverbrauch spürbar an.

Kombinierbar mit Photovoltaik: Selbst erzeugter Strom senkt die Betriebskosten weiter, besonders in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst.

Anforderungen an die Elektrik: Hausanschluss, Hauptverteilung und Erdung müssen geprüft werden. Die Anlage ist zudem nach Paragraf 14a steuerbar anzumelden.

Unabhängig von fossilen Brennstoffen: Weder Öltank noch Gasanschluss werden benötigt, und steigende CO2-Kosten treffen den Haushalt nicht.

Schallschutz und Aufstellort: Bei außen aufgestellten Geräten sind Mindestabstände und Schallgrenzwerte einzuhalten, besonders in enger Nachbarbebauung.

Fazit: Eine Wärmepumpe lohnt sich in der Regel trotz höherer Anschaffungskosten langfristig. Insbesondere, wenn ohnehin ein Heizungstausch ansteht, Fördermittel genutzt werden und die Anlage effizient betrieben wird. Je nach Gebäude, Energieverbrauch und Ausgangssituation kann sich die Investition häufig innerhalb von etwa 10 bis 20 Jahren amortisieren.

Wärmepumpe im Bestand

Auch im Altbau kann eine Wärmepumpe effizient arbeiten

Eine Wärmepumpe ist nicht nur für Neubauten geeignet. Entscheidend ist, ob das Gebäude mit einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur ausreichend beheizt werden kann. Dafür müssen Gebäude, Heizflächen und Wärmebedarf immer gemeinsam betrachtet werden.

01

Vorlauftemperatur

Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto effizienter kann eine Wärmepumpe arbeiten. Deshalb ist sie einer der wichtigsten Werte bei der Beurteilung eines bestehenden Gebäudes.

02

Heizkörper & Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist ideal, aber keine Voraussetzung. Auch ausreichend große Heizkörper können mit einer Wärmepumpe funktionieren und müssen nicht automatisch vollständig ersetzt werden.

03

Dämmung & Wärmebedarf

Ein Altbau muss nicht zuerst zum Effizienzhaus werden. Der tatsächliche Wärmebedarf ist entscheidend – einzelne Maßnahmen an Fenstern, Dach oder Gebäudehülle können den Betrieb jedoch effizienter machen.

04

Heizlast & Dimensionierung

Die Wärmepumpe muss zum tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses passen. Eine fachgerechte Heizlastberechnung bildet deshalb die Grundlage für Leistung, Auslegung und effizienten Betrieb.

Entscheidend ist das Gesamtsystem. Nicht das Baujahr allein entscheidet über die Eignung einer Wärmepumpe, sondern das Zusammenspiel aus Wärmebedarf, Vorlauftemperatur, Heizflächen und der richtigen Dimensionierung.

Wärmepumpe + Photovoltaik =
Die Lösung für Eigenheimbesitzer

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ermöglicht es, einen Teil des benötigten Wärmepumpenstroms direkt auf dem eigenen Dach zu erzeugen und dadurch die laufenden Heizkosten zu reduzieren. Besonders in Verbindung mit einer intelligenten Steuerung kann überschüssiger Solarstrom gezielt für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt und der Eigenverbrauch der PV-Anlage erhöht werden.

Planung und Einbau einer Wärmepumpe - Der typische Ablauf

In 6  Schritten zur
passenden Wärmepumpe

Kein langes Suchen. Kein Vergleichsstress. Wenn Sie Ihre Wärmepumpe mit handwerksempfehlung.de planen, übernehmen wir kostenfrei die Vorarbeit
und empfehlen den besten Betrieb in Ihrer Region. Sie entscheiden. Nachfolgend der Ablauf für ein typisches Wärmepumpen-Projekt:

1. Gebäude und Heizsystem prüfen:

Zunächst werden der energetische Zustand des Gebäudes, die vorhandene Heizung und die Heizflächen geprüft. Dabei wird unter anderem ermittelt, welche Vorlauftemperaturen benötigt werden und ob bestehende Heizkörper weiter genutzt werden können.

2. Heizlast berechnen:

Die Heizlast zeigt, wie viel Wärme das Gebäude tatsächlich benötigt, um auch an kalten Tagen zuverlässig beheizt zu werden. Sie bildet die Grundlage für die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe.

3. Wärmepumpe auswählen und dimensionieren:

Anhand der Gebäudedaten werden die passende Wärmepumpen-Art und Leistung bestimmt. Gleichzeitig werden Aufstellort, Warmwasserbereitung, Schallschutz und die Einbindung in das Heizsystem geplant.

4. Förderung vorbereiten und beantragen:

Vor Beginn der Arbeiten wird geprüft, welche Förderung für das Vorhaben genutzt werden kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Der Förderantrag muss rechtzeitig im vorgesehenen Verfahren gestellt werden.

5. Wärmepumpe fachgerecht installieren:

Die neue Wärmepumpe wird installiert und mit Heizsystem, Warmwasserbereitung und der erforderlichen Elektroinstallation verbunden. Die beteiligten Arbeiten werden dabei aufeinander abgestimmt.

6. Anlage einstellen, in Betrieb nehmen und langfristige betreut werden:

Abschließend wird die Wärmepumpe in Betrieb genommen und auf das Gebäude abgestimmt. Dazu gehören insbesondere die richtige Einstellung der Heizkurve und des Systems sowie der erforderliche hydraulische Abgleich. Im Anschluss folgt die langfristige Betreuung durch einen Fachbetrieb. Eine moderne Wärmepumpe sollte etwa alle zwei Jahre gewartet werden.

Sie suchen einen Fachbetrieb
für Ihre Wärmepumpe?

Ihre Kontaktaufnahme ist 100% kostenfrei und unverbindlich. Die Partnerbetriebe aus unserem Qualitäts-Netzwerk unterstützen Sie von der individuellen Planung über Förderung und fachgerechte Installation bis zur langfristigen Betreuung Ihrer Wärmepumpe.

Wartung, Reparatur und langfristiger Kundendienst für Wärmepumpen

Achtung bei der Wahl des Fachbetriebs:  Betreuung & Wartung wird häufig nicht angeboten

Nicht jeder Anbieter übernimmt nach dem Einbau auch die langfristige Betreuung, Wartung und den Kundendienst der Wärmepumpe.

Ein regionaler Fachbetrieb mit eigenem Service bleibt auch nach der Installation erreichbar und ist bei Wartungen oder Störungen schnell vor Ort.

Übrigens: Alle Partnerbetriebe von handwerksempfehlung.de bieten diese Service-Qualität eines eigenen Kundendiensts

Intelligente Steuerung einer Stiebel Eltron Wärmepumpe

Bei Stiebel Eltron sowie bei vielen anderen Herstellern können Wärmepumpen aus der Ferne überwacht und gesteuert werden, sodass Einstellungen und Betriebsdaten bei Bedarf auch ohne Vor-Ort-Termin geprüft werden können.

Häufig gestellte Fragen zu Wärmepumpen

Was Auftraggeber wissen wollen

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Grundsätzlich werden Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen unterschieden. Für Ein- und Zweifamilienhäuser kommen besonders häufig Luft-Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Gebäude, Grundstück und vorhandenen Heizsystem ab.

Was bedeutet Wärmepumpe dimensionieren?

Die Dimensionierung einer Wärmepumpe bestimmt, welche Heizleistung eine Wärmepumpe für das Gebäude benötigt, beispielsweise 6, 8 oder 12 kW. Grundlage ist die berechnete Heizlast: Eine zu große Anlage taktet unnötig häufig, eine zu kleine benötigt bei hoher Heizlast häufiger Unterstützung durch den Heizstab.

Sie benötigen eine Heizlastberechnung? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch mit normalen Heizkörpern?

Eine Wärmepumpe kann auch mit vorhandenen Heizkörpern effizient betrieben werden. Entscheidend sind die benötigte Vorlauftemperatur, die Heizleistung der einzelnen Heizkörper und ein hydraulischer Abgleich. Eine Fußbodenheizung ist daher keine grundsätzliche Voraussetzung für eine Wärmepumpe.

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Moderne Wärmepumpen sind bei fachgerechter Planung im normalen Betrieb vergleichsweise leise. Entscheidend für die wahrgenommene Lautstärke sind vor allem Gerät, Abstand und Aufstellort. Wände, Ecken oder die Nähe zu Schlafräumen können Betriebsgeräusche durch Schallreflexionen verstärken.

Weitere Informationen zum Aufstellort einer Wärmepumpe entnehmen Sie unserem Ratgeber zum Aufstellort.

Wo sollte eine Wärmepumpe aufgestellt werden?

Der Aufstellort einer Wärmepumpe wird so gewählt, dass ausreichend Luft zirkulieren kann und Schall, Abluft sowie vorgeschriebene Sicherheitsabstände berücksichtigt werden. Direkt vor Fenstern und insbesondere Schlafräumen ist die Aufstellung in der Regel zu vermeiden. 

Weiterführende Informationen in diesem Artikel.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch bei Minusgraden?

Eine fachgerecht dimensionierte Wärmepumpe beheizt ein Wohngebäude auch bei Minusgraden zuverlässig. Erst bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann der elektrische Heizstab unterstützend zugeschaltet werden. Bei korrekter Auslegung macht dieser Betrieb nur einen sehr kleinen Teil des Jahres aus.

Eignet sich eine Wärmepumpe auch für einen Altbau?

Wärmepumpen eignen sich grundsätzlich auch für viele Bestands- und Altbauten. Entscheidend sind nicht allein Baujahr oder Dämmstandard, sondern die tatsächliche Heizlast und erforderliche Vorlauftemperatur. Bei sehr unsanierten Gebäuden sollte zunächst geprüft werden, welche energetischen Maßnahmen sinnvoll sind.

Welche Jahresarbeitszahl sollte eine Wärmepumpe erreichen?

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetztem Strom und erzeugter Wärme über ein Jahr. Eine JAZ von etwa 3,8 bis 4,2 gilt je nach Gebäude und System als guter Orientierungsbereich. Je höher die JAZ ausfällt, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe im Jahresverlauf.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber: JAZ bei Wärmepumpen: Unterschiede zwischen Winter und Sommer

Wie oft läuft der Wärmepumpen-Heizstab?

Bei fachgerechter Dimensionierung sollte die Wärmepumpe im Einfamilienhaus mindestens rund 99 % der benötigten Wärmeleistung von selbst abdecken. Der Heizstab bleibt damit unter etwa 1 % Anteil; selbst in einem kalten Winter können beispielsweise nur rund 20 bis 30 Betriebsstunden anfallen.

Was ist der Bivalenzpunkt einer Wärmepumpe?

Der Bivalenzpunkt einer Wärmepumpe bezeichnet die Außentemperatur, bis zu der die Wärmepumpe den Wärmebedarf allein decken kann. Ein Praxiswert für Ostwestfalen liegt bei etwa −5 °C. Erst unterhalb dieses Auslegungspunktes kann bei entsprechendem Wärmebedarf der elektrische Heizstab der Wärmepumpe zur Unterstützung genutzt werden.

Wie oft braucht eine Wärmepumpe Wartung?

Bei außen aufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpen ist nach dem ersten Betriebsjahr eine Kontrolle grundsätzlich sinnvoll; anschließend sind in der Praxis häufig zweijährige Wartungsintervalle üblich. Maßgeblich bleiben die Herstellervorgaben, insbesondere auch für Garantie- und Gewährleistungsbedingungen.

Wo darf eine Wärmepumpe nicht stehen?

Ungünstige Aufstellorte für Wärmepumpen sind enge Nischen, schallverstärkende Gebäudeecken und Standorte mit behinderter Zu- oder Abluft. Auch die Nähe zu schutzbedürftigen Fenstern muss berücksichtigt werden. Maßgeblich sind die Mindestabstände des Herstellers und die zulässigen Schallimmissionen am Standort.

Lesen Sie mehr dazu: Wo eine Wärmepumpe nicht aufgestellt werden sollte

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

Eine fachgerecht dimensionierte Wärmepumpe erreicht bei fachgerechter Installation und regelmäßiger Wartung typischerweise eine Lebensdauer von etwa 15 bis 20 Jahren, häufig auch 20 bis 25 Jahre. Besonders der Verdichter ist verschleißrelevant; eine richtige Dimensionierung und wenige unnötige Schaltzyklen können die Lebensdauer erhöhen.

Ist Stiebel Eltron bei Wärmepumpen gut?

Stiebel Eltron zählt zu den etablierten Wärmepumpenherstellern und bietet Systeme für Neubau und Sanierung. Entscheidend ist zusätzlich die Erfahrung des Fachbetriebs mit der jeweiligen Baureihe: Spezialisierung verbessert Auslegung, Einstellung, Fehlersuche, Wartung und Reparatur.

Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Viele moderne Wärmepumpen können neben dem Heizen auch zur Temperierung genutzt werden. Über eine Fußbodenheizung sind in der Praxis beispielsweise etwa 2 °C Absenkung möglich; für eine echte Raumklimatisierung mit deutlich stärkerer Kühlung ist eine Klimaanlage wesentlich geeigneter.

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